| Millionenschaden nach Brand in Lagerhalle |

Bad Driburg-Herste, Dienstag, 02.04.2002
Am Osterdienstag bemerkten gegen 12.05 Uhr Mitarbeiter der Spedition Arens ein Feuer im Bereich der Verpackungshalle. Die umgehend alarmierte Löschgruppe Herste konnte die immense Rauchentwicklung schon vom Gerätehaus sehen, sodass sofort Vollalarm für sämtliche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bad Driburg gegeben wurde. Beim Eintreffen der ersten Kräfte kam es in der Halle zu einer Rauchgasdurchzündung, wodurch schlagartig die komplette Halle in Vollbrand stand. An einen Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu denken. Neben den bereits im Einsatz befindlichen Kameraden der Großgemeinde Bad Driburg wurden zusätzlich der Löschzug Brakel sowie die Löschgruppen aus Istrup, Schmechten, Gehrden, Riesel und Rheder (alle FF Brakel), die Werksfeuerwehr Walther-Glas, die Drehleitern aus Höxter und Buke, der Gerätewagen Messtechnik aus Steinheim sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK Bad Driburg zur Einsatzstelle im Industriegebiet Herste beordert. Zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 200 Feuerwehrmänner mit ca. 50 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Zeitweise wurde der Brand mit 4 Wenderohren, 10 B-Rohren und 2 C-Rohren bekämpft. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass die in der 8000 m² großen Halle gelagerten 18 000 Paletten mit Hochglanzkartonage ein Raub der Flammen wurden und die Lagerhalle bis auf die Grundmauern nieder brannte.
Alle Mitarbeiter der Spedition konnten sich nach Brandausbruch in Sicherheit bringen, sodass lediglich drei leichtverletzte Feuerwehrmänner zu beklagen sind, die ihre Tätigkeit nach einer kurzen Behandlung wieder aufnehmen konnten.
Gegen Abend konnten „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden, sodass alle eingesetzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Lediglich die Löschgruppe Herste stellte eine 15 köpfige Brandsicherheitswache, die während der Nachtstunden ständig erneut aufflammende Brandnester ablöschen mussten. Unterstützt wurden sie vom THW Warburg, die das gesamte Areal taghell ausleuchteten. Am nächsten Morgen wurden die Löscharbeiten mit Unterstützung des Löschzuges Bad Driburg wieder verstärkt, bevor am Abend endgültig Feuer aus gemeldet wurde.
Auch in den nächsten Tagen flammten immer wieder kleinere Feuer in der Ruine auf, die von der LG Herste abgelöscht wurden.
Zur genauen Brandursache liegen uns keine gesicherten Informationen vor, der Sachschaden wird allerdings mit mehreren Millionen Euro angegeben.


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